Smart Home ist nicht nur für Neubauten interessant. Auch in Bestandswohnungen in Graz lassen sich sinnvolle Funktionen nachrüsten, ohne aufwendige Verkabelung. Wir zeigen, was wirklich funktioniert und was Sie besser lassen.
Was im Altbau funktioniert: ohne Wände aufzustemmen
Die wichtigsten Smart-Home-Komponenten für Bestandswohnungen sind kabellos und lassen sich nachrüsten, ohne in die Bausubstanz einzugreifen:
- Smart-Thermostate: Ersetzen herkömmliche Heizkörperthermostate und lassen sich per App steuern. In Graz besonders sinnvoll für Gas- und Fernwärmeheizungen. Kosten: ca. 50 bis 80 Euro pro Thermostat, Installation in 15 Minuten.
- Smarte Lichtschalter: Je nach Installation sind Funkaktoren nachrüstbar. Ein Elektrofachbetrieb prüft Neutralleiter, Einbautiefe und Kompatibilität und übernimmt die Arbeiten.
- Smart-Steckdosen: Die einfachste Lösung sind Zwischenstecker mit WLAN- oder Funksteuerung. Eignen sich für Geräte, die nicht ohnehin smart sind.
- Bewegungsmelder: Batteriebetrieben, klebbar. Schalten Licht automatisch ein und sind die Basis für Sicherheitsszenarien.
- Smart-Türschlösser: Für Wohnungstüren zugelassen, wenn sie bestimmten Sicherheitsstandards entsprechen. In Mietwohnungen mit Vermieter abklären.
Was im Altbau nicht funktioniert
Nicht alles, was im Neubau selbstverständlich ist, lässt sich im Altbau sinnvoll nachrüsten:
- Kabelgebundenes KNX: Benötigt eine Busleitung und eignet sich besonders bei Umbauten. KNX RF kann für die Nachrüstung per Funk infrage kommen.
- Smart-Lighting mit DALI: Braucht eine eigene Steuerleitung. Nur wirtschaftlich, wenn die Elektrik ohnehin erneuert wird.
- Vollautomatische Beschattung: Wenn keine Kabel für elektrische Jalousien vorhanden sind, ist die Nachrüstung oft unwirtschaftlich. Ausnahme: batteriebetriebene Rollladenmotoren, die aber regelmäßig geladen werden müssen.
Welche Protokolle sind sinnvoll?
In Bestandswohnungen empfehlen wir funkbasierte Protokolle. Die wichtigsten im Vergleich:
- ZigBee: Geringer Stromverbrauch, große Geräteauswahl, Mesh-Netzwerk (Geräte verstärken das Signal). Standard für Philips Hue, IKEA Tradfri und viele mehr.
- WLAN: Kein Gateway nötig, aber höhere Sendeleistung und Stromverbrauch. Eher für Steckdosen und Schalter geeignet.
- Bluetooth: Geringe Reichweite, aber für einzelne Geräte in kleinen Wohnungen ausreichend.
- LoRaWAN: Nur für sparsame Sensorik und kleine Datenmengen. Für zeitkritische Licht- und Raumsteuerungen sind andere Systeme meist geeigneter.
Unser Tipp: Starten Sie klein
Beginnen Sie mit einem Bereich, zum Beispiel dem Wohnzimmer. Ein smartes Thermostat, zwei smarte Lampen und eine smarte Steckdose reichen aus, um die Vorteile zu erleben. Wenn es Ihnen zusagt, erweitern Sie schrittweise. Wir beraten Sie zu passenden Geräten und übernehmen die Installation, inklusive Einweisung in die Bedienung. Kostenlose Beratung anfragen.